Sehenswertes in Albersweiler und Umgebung

Archäologischer Park "Klosterkirche St. Johann"

Auf dem alten Friedhof in St. Johann fanden von 1991-1998 Ausgrabungen statt, welche die verschiedenen Bauphasen der im ersten Drittel des 19. Jh. abgerissenen Kirche erforschen sollten. Man stieß auf römische Reste und darüber auf die Fundamente dreier Kirchen. Nach Beendigung der Ausgrabung widmete sich der 1995 gegründete Förderverein der Herstellung eines archäologischen Parks. Konserviert wurden die Reste der im 13. Jahrhundert errichteten Klosterkirche der Reuerinnen, die auf dem Gelände des heutigen BASF-Studienhauses ihren Klausurbereich hatten.

Der Historische Rundweg

Die ca. 6 km lange Wegstrecke verläuft, ausgehend vom Bahnhaltepunkt, vorbei am wiederhergestellten einstigen Kanalhafen, weiter durch das ehemals zweigeteilte Dorf. Etliche Historische Grenzsteine am Wegesrand sind heute noch stumme Zeugen für diesen Abschnitt der Geschichte.
Der Weg führt an weiteren Sehenswürdigkeiten, wie dem historischen Friedhof mit Klosterkirche und dem Rokoko-Schlösschen in St. Johann, vorbei in den Nord-Westteil von Albersweiler.
Entlang der Wegstrecke bieten insgesamt 9 Hinweistafeln Erläuterungen zu den historischen bzw. geschichtlichen Besonderheiten von Albersweiler.


An 27 öffentlichen und privaten Anwesen mit historischer Bedeutung sind Hinweisschilder mit einer kurzen Beschreibung des geschichtlichen Hintergrundes angebracht.
Als Markierungssymbol für den Rundweg gilt das Albersweilerer Wappen.

Bei einer Wanderung auf dem historischen Rundweg sind immer wieder herrliche Ausblicke auf das Dorf und das umliegende Rebenmeer möglich. Zahlreiche Sitzmöglichkeiten laden an den attraktivsten Aussichtspunkten zum Verweilen ein. Der historische Rundweg ist ein Angebot an verschiedenste Interessensgruppen. Er bietet sowohl dem geschichtlich Interessierten als auch dem naturverbundenen Wanderfreund viele Möglichkeiten Albersweiler und seine Umgebung näher kennen zu lernen.

Er ist ein Angebot sowohl an alle Gäste als auch an alle Einwohner von Albersweiler, die sich über die Geschichte und die historischen Hintergründe informieren möchten.
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Schmunzelweg

Auf dem rd. 1,5 km langen Rundweg haben die Mitglieder des „Schmunzelclubs“ 18 Stelen, mit humorvollen Gedichten rund um den Wein und die fröhlichen Pfälzer, installiert. Der Schmunzelweg ist eine Attraktion für alle Gäste aber auch die Bürgerinnen und Bürger von Albersweiler.

Rokokoschlößchen in St. Johann

1764 wurde der Grundstein für das Schloss gelegt, das als Amtshaus der Herrschaft Scharfeneck von den Fürsten von Löwenstein-Wertheim gebaut wurde. Ausführender Architekt war Matthias Maier aus Mannheim. Das Gebäude entstand an der Stelle des im 13. Jh. gegründeten und im 16. Jh. aufgehobenen Reuerinnenklosters. Das Schloss blieb bis 1793 im Besitz der Fürsten von Löwenstein-Wertheim, wurde dann als Nationalgut versteigert und gelangte über verschiedene Besitzer im Jahre 1913 an die Badische Anilin und Sodafabrik (BASF). Nach mehreren grundlegenden Umbauten dient es heute als Studienhaus. Das im Rokokostil erbaute Gebäude ist heute nicht zugänglich.

Albersweilerer Kanal

Das Wasserbauwerk wurde 1687 angelegt, um die Festung Landau mit den Steinbrüchen in Albersweiler zu verbinden. Der Kanal war sieben Kilometer lang, hatte eine Breite von 13 Metern und eine Tiefe von rd. 1,90 Metern. Erhalten haben sich Ableitungsschleusen, die das Queichwasser in den Kanal umleiteten, sowie ein Teil des (nachträglich verengten) Kanalbettes.

Kirchen

Katholische Pfarrkirche St. Stephan
Die Bergkirche diente seit 1697 als Simultaneum, d.h. Katholiken und Protestanten teilten sich die Nutzung der Kirche. 1843 beschloss die katholische Gemeinde den Bau eines eigenen Gotteshauses, das im Stil der Neuromanik von 1843-1845 nach Plänen des Architekten August v. Voit errichtet wurde.

Protestantische Bergkirche
In den Jahren 1843-1846 entstand die protestantische Bergkirche an Stelle eines abgerissenen Vorgängerbaus. der neuromanische Bau wurde ebenfalls von August von Voit geplant.

Ringwallanlage auf dem Orensberg

Auf dem Orensberg ungefähr 3 km nördlich von Albersweiler befindet sich eine etwa 2,5km lange Ringwallanlage aus dem 8. Jahrhundert. Innenbebauungen konnten bei Ausgrabungen nicht nachgewiesen werden. Es ist davon auszugehen, dass die Befestigung der umliegenden Bevölkerung zum Schutz in Kriegszeiten diente. Bei Grabungen in den Jahren 2006-2012 erkannte man vorgeschichtliche Besiedlungsspuren aus der Jungsteinzeit und der späten Bronzezeit.

Burg Neuscharfeneck über Dernbach

In enger Verbindung zum Nordteil von Albersweiler stand die Burg Neuscharfeneck. Sie war bis 1633 Verwaltungssitz der Herrschaft Scharfeneck, zu der der Nordteil von Albersweiler gehörte. Die 150 Meter lange und 60 Meter breite Burganlage wurde im frühen 13. Jh. gegründet und mehrfach um- und ausgebaut. Erhalten haben sich die mächtige Schildmauer, sowie große Teile der Wohn- und Wehrbauten der Burg. Sie ist eine der größten Burgruinen der Pfalz.

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